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Verstehe[n]ich[t]: Absolutes Peak-Delirium

Manche verstehen nicht, dass sie es nicht verstehen – und genau deshalb lesen sie das hier und werden jetzt schon wütend. Danke fürs Mitspielen.


Das Wortspiel-Paradox:

Verstehe ich nicht = Ich kapier’s nicht
Verstehenicht = Zustand des Nicht-Verstehens als Identität
Verstehe nicht = Imperativ: Versteh bloß nicht!
Verstehe ich = Aha-Moment (oder Illusion davon)
Verstehe[n]ich[t] = Alles gleichzeitig – verstehst du?


Die Klugscheißer-Typologie:

Der Besserwisser: Alles erklären können – aber nichts verstehen?
Der Pseudo-Intellektuelle: Fremdwörter benutzen – Bedeutung nicht kennen?
Der “Ich-brauch-kein-Coaching”-Typ: Coaching ablehnen – Probleme behalten?
Der Zyniker: Alles kritisieren – nichts verstehen?
Der “Alles-ist-relativ”-Typ: Keine Position beziehen – keine Verantwortung übernehmen?
Der Dunning-Kruger-Champion: Wenig wissen – viel behaupten?
Der Getriggerte: Wütend beim Lesen – Nerv getroffen?


Das universelle Muster:

Sie verstehen nicht, dass sie nicht verstehen.
Und genau das macht sie unfähig zu wachsen.

„Manche verstehen nicht, dass sie es nicht verstehen – und halten genau deswegen den, der versteht, dass es nicht zu verstehen ist, für den Dummen.”

„Es gibt etwas, das prinzipiell nicht verstanden werden kann – und genau das kapierst du nicht.”


Der intellektuelle Checkmate:

Wenn du jetzt wütend bist:
Deine Wut ist nicht die Antwort auf den Text.
Deine Wut ist die Antwort deines Egos auf die Wahrheit.

Der Text sortiert selbst aus:

  • Wer’s versteht: Liest, nickt, geht weiter
  • Wer’s nicht versteht: Wird wütend, beweist den Punkt
  • Wer’s fast versteht: Wird kurz wütend, denkt nach, checkt’s

Die finale Wahrheit:

Der Dumme kann nicht mal den Gedanken ertragen, dass es Grenzen des Verstehens gibt – und genau deshalb versteht er nicht, dass er nichts verstehen kann.

„Nicht verstehen, dass es nicht zu verstehen ist – das ist das echte Nicht-Verstehen.”

Wer den Satz liest und sauer wird, beweist nur, dass er genau das nicht checkt, was der Satz sagt.


Die Frage:

Verstehe[n]ich[t]?

Oder kannst du jetzt endlich mal verstehen, dass du’s nicht verstehst – und genau DAS wäre der erste Schritt zum echten Verstehen?

g: “Wütend geworden beim Lesen – Jackpot getroffen?”



„Ich wusste, am Ende muss ich es verstehen und am Ende habe ich es verstanden, dass ich es gar nicht verstehen kann und deshalb habe ich es verstanden!“

(Hans-Peter Dürr deutscher Physiker und Essayist, Quantenphysiker)

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