THEMEN // ISSUES

Langeweile: Die Flucht vor dem Moment

Langeweile ist ein Zustand empfundener Leere und unerfüllter Zeit – ein Gefühl, dass der gegenwärtige Moment keine Bedeutung, keinen Reiz und keine Richtung hat. Es ist die schmerzhafte Wahrnehmung von Zeit, die sich dehnt, ohne mit Sinn gefüllt zu sein.

Heute kennen wir kaum noch Langeweile, weil alles immer schneller wird. Wenn der Moment mal still ist, werden unsere Gedanken, Sorgen und Ängste so laut, dass wir ihn nicht aushalten. Also greifen wir sofort zu TikTok, Netflix oder anderen Ablenkungen – und stürzen uns tiefer in eine Spirale aus Dauerbeschäftigung, Input und innerer Unruhe.

g: Ist Langeweile unerträglich – oder das, was sie zeigen würde?

Langeweile entsteht, wenn wir den Moment ablehnen – ein Widerstand gegen die Gegenwart und Spiegel unserer inneren Unruhe.

g: Fürchtest du Langeweile – oder den Moment, in dem du dir begegnest?

Langeweile ist ein psychologischer Zustand, in dem die gegenwärtige Erfahrung als unbefriedigend, leer oder monoton wahrgenommen wird. Sie entsteht, wenn das Bewusstsein den Moment nicht akzeptieren oder sich ihm nicht hingeben kann – ein innerer Widerstand gegen das, was gerade ist. Dieser Widerstand zeigt, dass Langeweile nicht nur ein passives Gefühl, sondern eine aktive Abwehrhaltung gegenüber der Gegenwart darstellt.

g: Ist dir gerade langweilig – oder hast du nur Angst vor deinen eigenen Gedanken?

Langeweile ist mehr als nur Zeitvertreib oder Trägheit. Sie reflektiert unsere Beziehung zur Gegenwart: Wer den Moment ablehnt oder nicht aushält, erlebt Langeweile. Versteht man sie als Widerstand gegen den Moment, wird sie zu einem Schlüssel, um innere Unruhe, Aufschub und die Sehnsucht nach Ablenkung zu erklären – und gleichzeitig als Chance, die eigene Fähigkeit zur Präsenz zu erkennen und zu stärken.



g: Flüchtest du vor der Langeweile – oder vor dem, was in der Stille auftaucht?

Angebote // Coaching