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Cliché: Klischee – Kopie ohne Bewusstsein

Das Wort Klischee stammt aus dem Französischen cliché (Abklatsch/Kopie) und bezeichnet ursprünglich eine Metallplatte im Buchdruck, die beim Gießen ein Klickgeräusch erzeugte und identische Abdrucke herstellte. Übertragen auf Sprache und Verhalten bezeichnet ein Klischee heute eine abgedroschene, wiederholte Vorstellung oder Handlung, die kaum noch reflektiert wird.

Klischee: Klick der Platte ≠ Klick im Kopf.

Psychologisch leben manche Menschen Klischees, ohne sich dessen bewusst zu sein: Sie übernehmen stereotype Rollen, Gewohnheiten oder Denkweisen, weil diese vertraut, sicher oder sozial anerkannt sind. Ontologisch betrachtet wirkt ein Klischee wie eine vorgefertigte Form: Es existiert unabhängig vom Individuum, prägt Handeln und Wahrnehmung und kann die persönliche Freiheit einschränken.

Kopie: Nachgemacht ≠ verstanden

Neurowissenschaftlich und epigenetisch gibt es Hinweise, dass gewisse Muster – wie Stressreaktionen, Verhaltensweisen oder Denkmuster – durch Prägung, Vorbilder und Lebensstil über Generationen weitergegeben werden. In diesem Sinne kann das unreflektierte Leben eines Klischees subtile, nicht-genetische Einflüsse auf nachfolgende Generationen hinterlassen, die ähnlich denken, fühlen und handeln, ohne je bewusst darüber nachzudenken.


Epigenetik & Muster – bewusst oder unbewusst?

Unsere Gedanken, Gewohnheiten und Reaktionen sind oft das Ergebnis subtil weitergegebener Muster – biologisch epigenetisch, sozial geprägt. Manche Muster sind förderlich, andere bremsen uns aus. Gesellschaft, Kultur und Erziehung beeinflussen uns täglich, formen Erwartungen, Glaubenssätze und Verhalten – oft ohne dass wir es merken.

Klischee: Ursprung. Wirkung. Weitergabe.

Coaching kann helfen, diese Muster bewusst zu erkennen: Bist du dir deiner Muster wirklich bewusst – oder tust du nur so?



g: Wiederholst du nur oder wirkst du wirk[|]ich?

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